Pädiatrie/ Frühförderung

Bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen oder Entwicklungsverzögerungen/ -auffälligkeiten, wie z.B. AD(H)S, soziale Unsicherheit, Motorikstörungen etc. durch Förderung von sozialen Kompetenzen, Erfahrung von Selbstwirksamkeit, Förderung der auditiven Wahrnehmung und der Visuomotorik, des Gleichgewichts, der Bewegung, der Fein- und Graphomotorik, der Konzentration etc.

Unsere Behandlungsbereiche für Kinder u. Jugendliche bis 18 J.

Pädiatrie //Neuropädiatrie Frühförderung

Die ergotherapeutische Behandlung in der Pädiatrie orientiert sich am Entwicklungsstand des jeweiligen Kindes. Dafür ist eine genaue Befunderhebung, freie und gezielte Beobachtung der jeweiligen Entwicklungsmodalitäten des Kindes erforderlich. Alle, in der Behandlung angebotenen Aktivitäten, sind handlungsbetont und sollen dem Kind von Bedeutung sein. Dem Kind wird eine Umgebung zur Verfügung gestellt, in dem es agieren und das Tempo mitbestimmen kann.

EN 1 sensomotorisch-perzeptive Behandlung von Wahrnehmungsstörungen

bei ZNS-Erkrankungen (z.B. frühkindliche Hirnschädigungen, Anfallsleiden, Meningo-Encephalitis, Cerebralparesen, Hemiparesen) Syndrome (z.B. Trisomie, Dysmelien, usw.) Wahrnehmungsstörungen mit Entwicklungsverzögerungen und umschriebene Entwicklungsstörungen / Teilleistungsstörungen

a. Förderung der Basissinne: Berührungs- u. Tastsinn, Muskel- und Gelenksinn, Schwerkraft- und Bewegungssinn, des Seh- und Hörsinns.

b. Förderung von Haltung und Bewegung; Grobmotorik und Koordination

c. Förderung der oberen Extremitäten Feinmotorik, Hand-Hand-Koordination Schriftspracherwerbs und Graphomotorik, Händigkeit, Auge-Hand-Koordination

d. Förderung im Mundbereich (nach M.O.R.E)

e. der Praxie (Idee – Planung – Ausführung) und der Sensorischen Integration

f. der räumlich-visuellen Wahrnehmung

g. der auditiven Wahrnehmungsverarbeitung. unter Einbeziehung von Audiolog

h. Förderung umschriebener Schulentwicklungsstörungen zur Lese-, Rechtschreib- und Rechenförderung - unter Einbeziehung div. Förderprogramme (z.B. Kieler Zahlen- und Leseaufbau, nach M. Frostig und Montessori) - Graphomotorisches Schreibtraining - Computergestützte Lernprogramme

i. Förderung der höheren kognitiven Funktionen auf neuropsychologischer Grundlage mit ADHS-Trainingsprogrammen:

  • nach "Lauth u. Schlottke", "Attentioner", Marburger Konzentrationstraining und Alert-Programm zur Selbstregulation des Erregungslevels.
  • ergotherapeutisches Trainingsprogramm für Kinder mit ADHS / ETP-ADHS und Elterntraining ET-ET Umfeldberatung für Erzieher/Innen und Lehrer/Innen (nach Winter/Arasin)

2. Psychische Störungen von Kindern u. Jugendlichen

PS 1 psychisch-funktionelle Behandlung für Kinder- und Jugendliche

bei Verhaltens- und emotionalen Störungen mit Beginn in Kindheit und Jugend (F 90 bis F 99)

Mit folgenden Zielen:

  • Stärken von Selbstwert und Selbstvertrauen
  • Verbessern von affektiven und kognitiven Defiziten
  • Erlernen von sozialen Kompetenzen
  • Verbessern und Entfalten der Ausdrucksfähigkeit
  • Verbessern der Selbst- und / oder Fremdwahrnehmung

a. Ausdruckszentrierte Angebote handwerklich-kreative und spielerische und kommunikative Methoden

b. Psychomotorik u. Gestaltungstherapie für Kinder (im Vorschul- u. Grundschulalter)

c. Gestaltungstherapie für Jugendliche ab 13J. als abrechnungsfähige Maßnahme/Ergotherapie

d. ADHS-Therapieprogramme als neuropsychologische Behandlung in Einzel-, Parallel- und Gruppenbehandlung

  • für Kinder (siehe EN1 i) und Ergotherapeutische Sozialkompetenz-Training / EST
  • für Jugendliche: Handlungs- u. Motivationtraining

e. Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellen Problemverhalten /THOP mit Elternanleitung, Beratung für Erzieher/Innen und Lehrer/Innen

Orthopädie/ Handtherapie

Nach Unfällen, Operationen, Handverletzungen, TEP, bei rheumatologischen Erkrankungen, Wirbelsäulenerkrankungen etc. zur Unterstützung des Heilprozesses und der bestmöglichen Wiedererlangung der Funktionsfähigkeit.

Der Behandlungsbereich in der Orthopädie für Kinder und Erwachsene mit Störungen des Bewegungsapparates (vorwiegend im Arm- Schulter- Handbereich)

SB 2 z.B. nach traumatischer Schädigung, Kontrakturen/Narben, Handfunktionstörungen, Handverletzung

SB 3 z.B. Dysmelien, Amputationen, angeborene Fehlbildungen,

Behandlungsansatz:

  • motorisch-funktionelle Behandlung / Handtherapie (Schmerztherapie und manuelle Mobilisation)
  • Selbsthilfetraining (Wasch-, Anzieh-, Haushaltstraining)
  • Hilfsmittelberatung
  • Beratung und Training zum Gelenkschutz

zur Förderung und Erreichen von größtmöglicher Selbstständigkeit im schulischen und häuslichen Alltag. Erweiterung des gesamten Bewegungsausmaßes aller Gelenke, Umtrainieren z.B. der Gebrauchshand, Vorbereitung auf die berufliche Wiedereingliederung.

Beratung im häuslichen Umfeld (Wohnraumanpassung)

Neurologie

Nach Schlaganfall, bei Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, ALS, Schädel- Hirn- Trauma, angeborenen Behinderungen und anderen neurologischen Erkrankungen für mehr Handlungsfähigkeit.

  • motorisch-funkionelle Behandlung
  • sensomotorisch-perzeptive Behandlung
  • Hirnleistungstraining
  • Thermische Anwendungen
  • Beratung im häuslichen Umfeld
  • Hausbesuche

EN 2 Erkrankungen des Zentralen Nervensystems
z.B. nach einem Schlaganfall (Apoplex), bei Tumoren, degenerativen oder entzündlichen Prozessen des Gehirns, Multipler Sklerose, Morbus Parkinson, bei Traumen des Nervensystems: z.B. Schädel-Hirn-Verletzungen.

EN 3 Rückenmarkserkrankungen, -Läsionen und -Lähmungen

EN 4 Erkrankungen der peripheren Nerven
z.B. Plexusparese, periphere Paresen, Polyneuropathie)

Unser Behandlungsansatz:

gefördert werden die Fähigkeiten bei

  • sensomotorisch
  • perzeptiven Störungen
z.B. mit Wahrnehmungstraining nach Bobath, PNF, Perfetti, Affolter, nach Frostig, Förderung der Sensorischen Integration (J.Ayres), Stimulation nach Fröhlich

mit Koordinations- und Gleichgewichtstraining,
Förderung funktioneller Bewegungen und Fertigkeiten,
Spiegeltherapie und mentales Training,
Diagnostik und Training bei Schwindel,
Graphomotorisches Training,
Förderung bei Störungen des Gesichtsfelds
Hemmung pathologischer Bewegungsmuster

- motorisch - funktionellen Störungen
Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster,
Vorbeugen gegen Fehlhaltung und Kontrakturprophylaxe,
Spiegeltherapie,
Funktionstraining der oberen Extremitäten mit Anbahnung der Greifmotorik.
Narbenabhärtung, Desensibilisierung.
-bei kognitiven / neuropsychologischen Störungen:

zur Verbesserung von
Ausdauer,
Merkfähigkeit,
Gedächtnis,
der Aufmerksamkeit u Konzentration,
der Handlungsfähigkeit und Problemlösung Hirnleistungstrainings (u.a. computergestützt)
-Selbsthilfetraining/ADL:

Wasch- Anzieh-,
Ess-, und Kochtraining,
Mund- u. Esstherapie / orofaciale Regulation,
Hilfsmittelberatung und -versorgung,
Schienenberatung,
Beratung im häuslichen Umfeld (z.B. Wohnraumanpassung)
-ärztlich verordnete Hausbesuche

Psychiatrie

Unterstützung und Begleitung durch Übungen zur Stärkung der Selbstwahrnehmung und gestalterisch- kreative Angebote bei Depression und anderen psychischen Erkrankungen.

mit psychisch-funktioneller Behandlung

für alle PS-Indikationen eignen sich in der Regel handwerklich-kreative, ausdrucks- und kompetenzzentrierte Angebote

Ziele:

  • Stärkung von Selbstwert und Selbstvertrauen,
  • Verbesserung der Konfliktfähigkeit, der Angstbewältigung und/oder Frustrationstoleranz, der Beziehungs- und Interaktionsfähigkeit.
  • Verbesserung der Selbst- und Fremdwahrnehmung

Geriatrie

Zur Erhaltung/ Wiedererlangung der Selbstständigkeit im Alltag bei Bewegungsdefiziten und bei Menschen mit Demenz.

Ergotherapie bietet Patienten mit Bewegungseinschränkungen und/ oder mit Demenz Möglichkeiten zum Erhalt der Selbstständigkeit und der individuellen Lebensqualität im Alltag. Optimale Therapie ist dann erreicht, wenn sie in das Leben des Patienten integriert ist.